Armut & Reichtum von Kindern und Jugendlichen

Armut und Reichtum von Kindern und Jugendlichen in Bremen
Bericht des Landesjugendpfarramt der BEK zum BEK-Jahresthema 2008


die einen stehen in guten Schuhen da und die anderen nicht.
Das Landesjugendpfarramt der Bremischen Evangelischen Kirche möchte mit dieser kleinen Arbeitshilfe anregen, sich dem Thema „Armut und Reichtum von Kindern und Jugendlichen in Bremen" zu nähern.
Ein pointierter Beitrag von Prof. Frank Bettinger zu Beginn will anstoßen und aufregen, er eröffnet die Diskussion aus sozialwissen-schaftlichem Blick.
Kinder und Jugendliche kommen selbst zu Wort, Kolleginnen und Kollegen aus Gemeinden der BEK haben Betroffene befragt und kommentieren ihre Beobachtungen.
Birte Leemhuis geht der Frage nach, was Kinder zum Leben brauchen und schließlich beschreibt Dr. Jürgen Marcus die verschiede-nen Dimensionen von Armut.
Auch Fragen tun sich auf:
Warum ist die Bedeutung des geistigen Reichtums trotz materieller Armut in dieser Sammlung so kurz gekommen?
Haben wir und die AutorInnen wieder mal überwiegend den (typisch deutschen) „Mangelblick" eingenommen?

Nehmen Sie das vorliegende Heft als Starthilfe, sich gemeinsam mit Kindern, Konfirmanden und Jugendlichen auf den Weg zu ma-chen, ob in Sandalen, Gummistiefeln, High-heels oder ausgelatschten Turnschuhen.

Hans-Albert Eike, Landesjugendwart

ene meine muh - und wo bleibst Du?

 

  • Geburtstag. Ein Tag zum Feiern. Mit Freunden und Freundinnen. Doch das kostet...
  • Mittagessen. In der Schulmensa? Nein. Zu teuer. Dann doch nichts Warmes...
  • Schule. Vokabeltest. Lernen ist wichtig. Aber wer passt dann auf die Geschwister auf...

Die Liste der Benachteiligungen ist lang, wenn Kinder und Jugendliche in unserem Land von Armut bedroht oder betroffen sind. Bei manchen Kindern ist die Armut offensichtlich. Bei vielen anderen verbergen die Eltern sie so gut es geht. Aus Angst vor Stigmatisie-rung.
Deshalb muss genau hingeschaut werden. In Deutschland waren bereits im Jahr 2006 jedes 7. Kind und fast jeder 5. Jugendliche von Armut betroffen. Indikatoren sind u.a. knappe Finanzen, geringere Bildungschancen, gesundheitliche und soziale Beeinträchtigungen.
Mit der Aktion „EneMeneMuh..." hat sich die Vollversammlung der Evangelischen Jugend Oldenburg (ejo) die Armut bei Kindern und Jugendlichen als Jahresthema 2008/2009 gesetzt.
Selbstorganisierte Nachhilfestunden von Ehrenamtlichen, ein Spendenlauf für kostenfreie Plätze bei Kinder- und Jugendfreizeiten, eine Info-Aktion zum Thema auf dem Stadtfest, eine Themeneinheit während einer Ehrenamtlichenschulung... Dies sind erste Ideen, den offenen Rahmen der Aktion konkret zu füllen. Es ist spannend, wie und mit welchen Projekten die ejo in Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und auch überregional das Thema gestalten und umsetzen wird.
Ziel der Aktion ist es, das Bewusstsein für die Situation zu schärfen, auf Missstände hinzuweisen und in der eigenen Arbeit Möglich-keiten zu finden, die Lebenssituation von armen Kindern und Jugendlichen zu verbessern.


Material: Flyer zur Aktion

„Armut hat viele Gesichter - gemeinsam aktiv für Kinder"


- so lautet das Motto für unsere Aktion, die die Evangelische Kirche in Hessen Nassau im vorliegenden Heft vorstellt.
Mit der Aktion rücken wir in den Jahren 2008 und 2009 das Thema „Armut von Kindern" in den Mittelpunkt. Ziel ist es, in evangeli-schen Kirchengemeinden, Dekanaten und Einrichtungen der EKHN sowie in der Arbeit mit Kindern und Familien, die Anliegen und Rechte von Kindern zur Sprache zu bringen. Es geht darum, das Problem Armut in seinen unterschiedlichen Facetten und Dimensionen wahrzunehmen und Handlungsansätze zu entwickeln, die zur Verbesserung der Lebenslagen und Teilhabemöglichkeiten von Kindern beitragen. Wir möchten neue Projekte anstoßen und das, was schon getan wird, sichtbar machen. In dem vorliegenden Aktionsheft greifen wir nicht alle, aber doch einige wichtige Aspekte und Fragen zum Thema auf.


Material: Aktionsheft "Armut hat viele Gesichter"

„Lasst uns nicht hängen!"


„Lasst uns nicht hängen!": Unter diesem Leitmotiv will die Evangelische Kirche von Westfalen den Skandal der wachsenden Armut von Kindern mit einer Kampagne öffentlich machen. Die Kampagne zielt darauf, die Mitverantwortung in Kirche und Gesellschaft bewusst zu machen sowie Hintergründe und Folgen von Kinderarmut zur Sprache zu bringen.
Dabei sollen die Möglichkeiten und Erfahrungen von Kirche und Diakonie genutzt werden, um Projekte zu entwickeln und ortsnah umzusetzen.
Die Schirmherrschaft hat Christoph Biemann übernommen, bekannt durch die „Sendung mit der Maus" des WDR. Eine am Schwanz hängende Maus ist das Erkennungszeichen der Kampagne.
Die Kampagne „Lasst uns nicht hängen!" gegen Kinderarmut hat mit dem Kindergipfel begonnen. Kinder gaben den Erwachsenen einen Auftrag. Seitdem werden die Kinderresolution und Kinderpostkarten in Kirche und Gesellschaft verbreitet.
Zu den politischen Zielen und Forderungen der Kampagne gehören eine warme Mahlzeit täglich für jedes Kind, kostenfreie Plätze in Kindergärten und offenen Ganztagsschulen, kostenfreie Schulbücher, Zugang zu Computern und ins Internet, Teilnahme an Schul-fahrten, Zugang zu öffentlichen Kultur- und Freizeitangeboten wie Museen, Schwimmbäder, Zoos oder Landesgartenschau.

Handbuch zur Kampagne

Resolution vom Kindergipfel 2008

Mitmachen bei der Ideenbörse der Kampagne

Film zum Thema „Kinderarmut" - Was es heißt, arm zu sein

 

Jedes achte Kind in Deutschland gilt als arm. Dazu gehören auch Christian und Tobias. Die beiden Brüder leben gemeinsam mit ihren Eltern und zwei weiteren Geschwistern in Köln...

 

„Finn und Tom" gewinnt Kinospot-Wettbewerb

Diakonisches Werk und die Hannoversche Landeskirche wollen mit Kinospots auf Kinderarmut aufmerksam machen.


Martin Bargiel hat mit seinem Kurzfilm „Finn und Tom" den Kinospot-Wettbewerb des Diakonischen Werks und der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gewonnen. Gesucht wurde ein kurzer Film, der sich kreativ mit dem Thema Kinderarmut aus-einandersetzt. Die sympathische Geschichte über zwei Kindergartenkinder gefiel den 3.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Publikumswettbewerbs am Besten. Innerhalb von wenigen Sekunden erkennt Finn die Hilfsbedürftigkeit des kleinen Tom und hilft ihm.
„Martin Bargiels Spot hat eine wunderbar kurze, klare Botschaft: Wenn schon der kleine Finn helfen kann, können andere das auch", sagt Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann...

YouTube-Video

Armes Deutschland
Artikel in [zett] zeitung für evangelische jugendarbeit,

Ausgabe März 2009


Um einen weiteren Anstieg der Kinderarmut in Deutschland zu verhindern, fordert der Bayerische Jugendring (BJR) sofortige sozial-politische Reformen. Eine finanzielle Grundsicherung für alle Kinder sowie mehr Bildungsgerechtigkeit seien unabdingbar. Damit reagierte der BJR auf den jüngsten Sozialbericht der Bayerischen Staatsregierung, der ein erhöhtes Armutsrisiko bei Alleinerziehen-den und Familien mit Kindern feststellt. Jedes sechste Kind in Deutschland unter 15 Jahren lebt in Armut...

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