RAZ - Ran An die Zukunft - Das Konzept

 

Das RAZ-Konzept setzt unter kritischer Berücksichtigung der aktuellen sozial- und arbeitsmarktpolitischen Situation ein Unterstützungsangebot für Jugendliche um. Zeitlich setzt RAZ im Übergang von der Schule in den Beruf an und örtlich in sozial mehrfach belasteten Stadtteilen. Das Konzept basiert auf stadtteilnaher Orientierung, niedrigschwelligen Angeboten, differenzierter Zielgruppenausrichtung, Ressourcenorientierung, Vernetzung und sozialpolitischer Einmischung. RAZ ist hier sowohl auf der pragmatischen Ebene mit der Zielgruppe „Jugendliche“ aktiv, als auch auf der behördlich-institutionellen und der kirchenpolitischen Ebene mit der Zielgruppe „Erwachsene“.

 

Die BEK hat mit der inzwischen 13-jährigen Finanzierung von RAZ davon überzeugt, dass ihr das Thema Jugendarbeitslosigkeit als Teil gemeindlicher Jugendarbeit wichtig ist und stellt RAZ dafür eine wichtige Arbeitsgrundlage: personelle Kontinuität und Langfristigkeit.

 

Bei Jugendlichen besteht ein großer Orientierungs- und Beratungsbedarf zum Thema Beruf und Lebensplanung. Die Schule deckt einen Teil dieses Bedarfes ab, aber es braucht ergänzend außerschulische individuelle Begleitung. Kirche setzt sich für soziale Gerechtigkeit ein und zeigt sich deshalb auch zuständig für das Thema Berufsorientierung und Lebensplanung von Jugendlichen. Kirche und Schule werden so Partnerinnen im Stadtteil.

 

Um Jugendliche zu erreichen, muss ein Beratungsangebot niedrigschwellig sein. Maßgebend für den Erfolg des Beratungsprozesses sind kontinuierliche Angebote ebenso wie die Orientierung an den Ressourcen der Jugendlichen. Die Beratungsarbeit muss individuell sein und geschlechtsspezifische Aspekte als auch Erfahrungen mit Migration berücksichtigen.

 

Jugendliche mit Migrationshintergrund verfügen oftmals über spezielle Ressourcen und Fähigkeiten. In der Arbeit sollen die Interessen der Jugendlichen vertreten werden.