Jahresbericht des ReferentInnenpools für die EJHB 2010

- Auszug -

Projekte mit Gemeinden

 

Die Zahl der Anfragen zur Unterstützung durch den Pool für die Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinden steigt kontinuierlich. Im Vergleich zu den Vorjahren haben mehr Gemeinden diesen „Service" in Anspruch genommen: 2008 waren es 20, 2009 23 und 2010 35 Kooperationen.


Eine Problemanzeige ist weiterhin die Vielzahl der Anfragen aus dem Bereich der Konfirmandenarbeit. Die Definition der Konfirmandenarbeit als Jugendarbeit der Gemeinde ist ein bundesweiter Trend, eine Klärung - auch der Kooperation mit der rpa - ist geboten.

 

Alle MitarbeiterInnen des Pools haben aus ihren fachlichen Hintergründen heraus interessante und vielfältige Projekte entwickelt und durchgeführt.
Ein paar Beispiele:

 

  • Initiatorische Impulse in der Natur - eine erlebnispädagogische Fortbildung
  • Was klein ist, wird groß - ein kirchenpädagogisches Kunstprojekt für Kitas
  • Alles hat seine Zeit - Einkehrtage für Ehrenamtliche
  • Der Weg einer Fleeceweste - Handel und Verantwortung
  • Integration und Inclusion - Bedarfe und Angebote für Jugendliche in der bek
  • Von Freundschaft und Verrat - eine Osternacht für Jugendliche
  • Bring den Opa mit - Großeltern und Enkelkinder sprechen über den Glauben

Aus- und Fortbildung von Ehrenamtlichen in unterschiedlichsten Formen ist das Hauptarbeitsfeld der MitarbeiterInnen.
Die Trainee-Schulungen, ein gemeindenahes Angebot zur Ausbildung von Ehrenamtlichen, und das „Konfi-Ass" sind mittlerweile zu Erfolgsmodellen geworden. Immer mehr - auch kleine Gemeinden - nutzen diese Angebote.

 

An den zentralen Großveranstaltungen der Ev. Jugend Bremen sind die JugendreferentInnen des Pools maßgeblich mitbeteiligt. 2010 war „Nachts im Museum" der Höhepunkt, ein Abend nur mit der Ev. Jugend im Überseemuseum.

 

Ausgewählte Kurzberichte

 

Sommerkindercamp 2010- „Wissen macht...HA!" - Kinderfreizeit in Cluvenhagen

Nachdem in der Planungskonferenz der Wunsch nach Unterstützung bei Kinder- Sommerfreizeiten deutlich wurde, stiegen Christa Schulz- Achelis und Judith Niermann in die Planung einer solchen Freizeit ein. Die Idee war (und ist) für Kolleginnen und Kollegen mit geringem Stundenumfang, die Möglichkeit zu bieten, mit möglichst wenig Zeitaufwand ihrerseits, für die gemeindeeigenen Kinder ein interessantes Angebot in den Sommerferien zu haben. Das hieß für die Pool- Mitarbeiterinnen vor allem Haus finden, Programm planen, Öffentlichkeitsarbeit, Einkauf und dem Ganzen „einen Rahmen geben".
Mit gut 20 Kindern aus 3 Gemeinden fuhr dann eine Poolmitarbeiterin am Ende der Sommerferien in das Freizeitheim Cluvenhagen. Unter dem Motto „ Wissen macht---HA!" gingen wir Explosionen auf den Grund, beschäftigten uns mit dem Thema „Bewegung" (Solar, Hydraulik, Muskelkraft), bauten Alarmanlagen und experimentierten mit Licht und Dunkel.
Alle teilnehmenden Kolleginnen aus den Gemeinden waren dankbar für die Möglichkeit mit weniger eigenem Engagement, eine intensive Zeit mit den Kindern ihrer Gemeinde zu verbringen.
Ein großer Gewinn war das Aufeinandertreffen von Kindern aus völlig unterschiedlichen Bremer Gemeinden. Die Kinder aus Werschenrege (landwirtschaftlich geprägtes Dorf (St. Martini Lesum) trafen auf Kinder aus der Neustadt und aus Tenever. Während es zum Beispiel für die einen unvorstellbar war, dass Eltern mit in den Park müssen, damit man nach draußen kann, war es für andere unvorstellbar, das nach der Schule zunächst mit auf dem Hof geholfen werden muß, bevor man sich an den PC oder die Playstation setzt- falls vorhanden.
Für mich war das gelingende Miteinander dieser sehr unterschiedlichen Kinder einer der größten Gewinne der Freizeit.
Aufgrund der Nachfrage wird es auch im Sommer 2011 ein Sommerkindercamp geben.   (Judith Niermann)

 

 

Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnenschulung (MAS) zur Erlangung der JuLeiCa

„...da wird auch dein Herz sein" (Matthäus 6, 21) war und ist das Thema der diesjährigen MAS, die mit einem Wochenende im August startete. 22 Jugendliche aus 8 Gemeinden nahmen teil. Das Motto des Ev. Kirchentages 2011 begleitete die Schulung wie ein roter Faden: Andachten und Nachtwachen wurde dazu gefeiert, Projekte mit dieser Themenstellung entwickelt und durchgeführt. In den Herbstferien ging es dann u.a. um Themen wie: Kindeswohl, Entwicklungspsychologie, Spielanleitung, die eigene Haltung und wieder um die Erstellung eigener Projekte, die zwischen der Herbstschulung und dem Abschlusswochenende im Januar in den Gemeinden durchgeführt wurden und werden. Geleitet und begleitet wird die Schulung in diesem Jahr von Birte Leemhuis, Thomas Staenicke und Simona Herz.

 

Zahlen, Daten, Personalia

 

Sieben Personen tummelten sich 2010 im Pool, sechs davon mit halber Stelle.
Christine Poppe stand dem Pool 2010 nicht zur Verfügung, Nachfolgerin für Jens Holdorf, der den Pool im August „verlassen" hat, ist Heidi Remmers. Sie wird ihre halbe Stelle im März 2011 antreten.
Insgesamt 57 Projekte standen in den Terminkalendern der MitarbeiterInnen, von Halbtagsveranstaltungen bis zu ganzjährigen Vorhaben reicht die zeitliche Spanne. Diese Vielfalt von Themen und verschiedenen Arbeitsorten erfordert höchste Flexibilität und Organisationsgeschick, einige müssen das zusätzlich mit anderen halben Dienstaufträgen „kombinieren".

 

Februar 2011
Hans-Albert Eike